Pflegefamilien stärken – mit Know-how, Haltung und Herz
Unser Projekt zur Ausbildung und Begleitung von Pflegeeltern hat das Land MV zum Anlass genommen, die Stärkung von Pflegefamilien landesweit in den Fokus zu rücken. Diese Woche fand in Grevesmühlen die feierliche Auftaktveranstaltung unseres neuen Modellprojekts „Qualifizierte Pflegefamilien für entwicklungstraumatisierte Kinder (qPEK)“ statt, das wir gemeinsam mit dem Landkreis Nordwestmecklenburg und mit Unterstützung der Beisheim Stiftung umsetzen.
Mit rund 55 Gästen – darunter 23 Pflegeeltern, Fachkräfte aus benachbarten Landkreisen sowie Vertreter*innen aus Ministerien und Politik – war die Resonanz überwältigend.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von iWS-Geschäftsführerin Anne Hoffmann, die gemeinsam mit Geschäftsführer Steffen Neumann das Institut konsequent nach dem Prinzip „Aus der Praxis für die Praxis“ ausrichtet.
In den Redebeiträgen wurde deutlich: Pflegefamilien brauchen mehr als Dankbarkeit. Frau Ministerin Simone Oldenburg (Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung MV) betonte, dass Pflegeeltern verlässliche Unterstützung und konkrete Werkzeuge brauchen und dass im nächsten Schritt auch Fachkräfte vom Jugendamt durch das iWS geschult werden.
Herr Landrat Tino Schomann hob die Bedeutung des Projekts für den Landkreis Nordwestmecklenburg hervor – auch mit Blick auf die Gewinnung weiterer Pflegefamilien und deren gesellschaftliche Anerkennung. Herr Ulf Matysiak, Geschäftsführer der Beisheim Stiftung Deutschland, dankte allen Pflegeeltern für ihr herzliches Engagement und die positiven Rückmeldungen zum geförderten Projekt.
Besonderes Highlight: Das Panel mit Pflegeeltern, die Methoden aus der Ausbildung bereits erfolgreich im Alltag anwenden. Ihre Botschaft war eindeutig: „Wir wollen mehr und wir wollen weitergehen.“
Ein Großteil der Teilnehmenden möchte nun zusätzlich die Ausbildung zum Pflegeeltern-Coach beim iWS absolvieren, um zukünftig andere Familien begleiten zu können.
Neun Pflegeeltern haben die erste Ausbildungsphase bereits erfolgreich abgeschlossen. Nun beginnt Phase 2 des Projekts – die zweijährige fachliche Begleitung im Alltag, in der wir die Familien individuell unterstützen, stärken und gemeinsam weiterentwickeln.
Unser Dank gilt allen, die diesen Abend zu einem so wertschätzenden und inspirierenden Moment gemacht haben.
Für starke Familien. Für eine wirksamere Kinder- und Jugendhilfe.